Von Andrea Lobo – 21. April 2026

Nachdem mehrere Medien berichtet hatten, das Pentagon beschleunige auf Befehl der Trump-Regierung seine Vorbereitungen für eine Militäraktion gegen Kuba, hat das Weiße Haus erstmals seit 2016 eine hochrangige Delegation auf die Insel geschickt.
Während der frühere Besuch unter Führung von Barack Obama im Rahmen einer vorübergehenden Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen stattfand, trägt das Vorgehen der jüngsten Delegation alle Merkmale eines Ultimatums, das einer Aggression vorausgeht.
Die Delegation traf am 10. April an Bord einer US-Regierungsmaschine in Havanna ein und legte der kubanischen Regierung eine Reihe umfassender Forderungen vor. Dazu gehören eine zweiwöchige Frist zur Freilassung prominenter politischer Gefangener, die Umsetzung umfassender Marktreformen, die Ausweitung der Privatwirtschaft und die Anwerbung von Investitionen aus dem Ausland.
Diese Forderungen wurden laut US-Regierungsvertretern während eines „Geheimtreffens“ unterbreitet. Gleichzeitig wurde die Entschädigung für amerikanische Konzerne und Einzelpersonen gefordert, deren Vermögen nach der Revolution von 1959 verstaatlicht worden waren.
Washington bestand zudem auf „größeren politischen Freiheiten“, die in sogenannten „freien und fairen Wahlen“ gipfeln sollten – ein bekannter Vorwand für Regimewechsel-Operationen weltweit.
Diese Gespräche waren alles andere als wirkliche Diplomatie. Vielmehr erinnern sie an das Vorgehen des US-Imperialismus im Vorfeld von Militärinterventionen in Ländern wie dem Iran und Venezuela: Man erklärt die Regierung für nicht-kooperativ, und daraufhin folgt die Behauptung, alle friedlichen Mittel seien ausgeschöpft.