Israel bombt und bombt – und die Welt schaut zu …

Von Karin Leukefeld – 18. April 2026

Seit einer Woche ist Karin Leukefeld, unsere erfahrene und regelmäßige Berichterstatterin aus dem sogenannten „Nahen Osten“, wieder im Libanon. Angekommen unternahm sie am 13. April mit Hamza, dem Fahrer, der sie seit vielen Jahren im Libanon begleitet, und mit einem Kollegen eine Fahrt durch die Stadt. Es war der zweite Tag des orthodoxen Osterfestes, ein Feiertag. Der „schwarze Mittwoch“ war erst wenige Tage vorbei, die Menschen standen noch unter Schock über den Blitzangriff Israels mitten am Tag, bei dem allein in Beirut mehr als 300 Menschen von Israel getötet wurden. (Globalbridge)

Inzwischen hat US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe für den Libanon verkündet. Dabei geht es ihm nicht um Libanon, es geht ihm darum, den Krieg gegen Iran, die derzeitige Waffenruhe und mögliche Gespräche mit Iran, zu einem von ihm favorisierten Ende zu bringen. Iran forderte als Voraussetzung für eine Lösung unter anderem einen regionalen Waffenstillstand und nannte ausdrücklich Libanon. Allerdings ist es kein Waffenstillstand, der am 17. April um 00:00 Uhr Libanon Ortszeit in Kraft trat, es ist nur eine Waffenruhe von 10 (!) Tagen. Israel will seine Truppen nicht aus dem Süden des Landes abziehen und unter den Libanesen herrscht große Skepsis, ob Israel – wie schon 2024 – auch diese Waffenruhe mit neuen Angriffen brechen wird. (Siehe dazu die neuste Meldung, wonach US-Präsident Donald Trump Israel gezwungen habe, diese Waffenruhe einzuhalten. Red.)

Dennoch haben sich Hunderttausende von Israel Vertriebene aus Tyros, Nabatieh, Sidon und den umliegenden Orten und aus der Bekaa-Ebene gleich früh am Morgen des 17. April von ihren Notunterkünften aus auf den Weg gemacht, um zu sehen, was von ihren Wohnungen und Häusern, von Feldern und Geschäften übriggeblieben ist. Bilder internationaler Medien zeigen enorme Verwüstung. Rund 1081 Gebäude hat Israel täglich in dem erneuten Krieg seit dem 2. März im Libanon zerstört, so eine Untersuchung des Libanesischen Nationalrates für Wissenschaftliche Studien (CNRS).

Davon aber handelt der folgende Text nicht, der auf der Fahrt der Autorin durch Beirut am 13. April beruht. Es geht um die Zerstörungen, die Israel am 8. April inmitten von Wohnvierteln in Beirut mit seinem „Blitzangriff“ verursacht hat.

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