Von Michael Hollister – 28. März 2026

In einem weiteren Beitrag in seiner neunteiligen Serie zeigt Michael Hollister auf, wie die USA den Europäern in puncto Überwachung haushoch überlegen sind. Diese hier aufgezeichneten Fakten dürfen aber nicht als Aufforderung verstanden werden, in allen Punkten nachzuziehen. Trotz der Abschaffung des Völkerrechts durch US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu muss vor allem auch versucht werden, den Weltfrieden wieder mit Diplomatie zu erlangen. Wenn die Menschheit nur noch an die nackte Gewalt glaubt, dann ist es auch nicht schade, wenn sie demnächst untergeht … (cm)
Einleitung: Wenn der Körper Augen bekommt
Im vorherigen Teil dieser Serie haben wir dokumentiert, wie PESCO eine einsatzfähige militärische Struktur geschaffen hat – Truppen, Logistik, Kommandostrukturen. Ein Körper, der innerhalb von zwei bis drei Wochen marschbereit gemacht werden kann.
Doch ein Körper ohne Sinnesorgane ist kampfunfähig.
Man kann Soldaten verlegen, Panzer bewegen, Munition transportieren – aber ohne zu wissen, wo der Feind steht, wohin er sich bewegt, was er plant, ist jede militärische Operation ein Blindflug. Moderne Kriegsführung ist keine Frage von Mut oder Masse, sondern von Information. Wer zuerst sieht, zuerst weiß, zuerst reagiert – gewinnt.
Genau hier kommt PRISM ins Spiel.
PRISM ist kein Überwachungsprogramm für Terroristen. Es ist das digitale Nervensystem westlicher Kriegsführung. Von Afghanistan bis zur Ukraine: Keine westliche Militäroperation der letzten 15 Jahre kam ohne NSA-Aufklärung aus. Zielkoordinaten, Bewegungsprofile, Echtzeit-Kommunikation – das ist der Unterschied zwischen präzisen Schlägen und blinden Salven.
Dieser Artikel zeigt, was PRISM wirklich ist, wie es funktioniert und warum es weit mehr als ein Überwachungsinstrument darstellt. Es ist die fehlende Komponente, die aus einer militärischen Struktur wie PESCO eine einsatzfähige, zielgerichtete Streitmacht macht.
Die Frage ist nicht, ob PRISM militärisch genutzt wird. Die Frage ist: Für wen – und wofür als Nächstes?