Verschwindet der Fisch vom Teller?

Von Thomas Oysmüller – 29. März 2026

Bild „125 – Leida“ by Alessandro Grussu is licensed under CC BY-NC-SA 2.0.

Weltweit ist die Fischerei durch die Dieselpreisexplosion in akuter Not geraten. Flotten auf der ganzen Welt stellen den Betrieb ein. Fisch, eine der wichtigsten und besten Proteinquellen, könnte bald unbezahlbar werden.

Im März ist der Dieselpreis teilweise um bis zu 70 Prozent gestiegen – ausgelöst durch den US-israelischen Angriff auf den Iran. Und so wird Trump zum besten Mann für den „Great Reset“. Schwab, WEF und Co. wollen die menschliche Ernährung „grün“ machen, Fisch und Fleisch sollen vom Teller der Massen verschwinden (nur für Reiche soll das Steak noch erlaubt sein). Und jetzt sind die Fischereiflotten weltweit massiv unter Druck.

TKP hat bereits berichtet, dass in Thailand und Irland – geografisch weit voneinander entfernt – die Flotten reihenweise aufgeben. In den Niederlanden wird es ebenfalls kritisch. Dort liegt bereits die Hälfte der gesamten Flotte im Hafen. Besonders betroffen sind die energieintensiven Baumkurrenfischer, die im Nordsee-Flachfischfang (Seezunge, Steinbutt, Glattbutt) unterwegs sind. Laut dem Branchenverband VisNed bleiben 80 bis 90 Prozent dieser Schiffe derzeit am Kai. Die wöchentlichen Treibstoffkosten pro Schiff sind von 12.000–13.000 Euro auf fast 30.000 Euro gestiegen – ein Betrag, der inzwischen dem gesamten Erlös aus dem Fang entspricht.

„Jetzt gleicht die Treibstoffrechnung dem Umsatz, da funktioniert es einfach nicht mehr“, sagt Durk van Tuinen, Sprecher der niederländischen Fischereigewerkschaft“; sagt Durk van Tuinen, Sprecher der niederländischen Fischereigewerkschaft gegenüber Reuters. Und weiter: „Der Fisch wird vom Speiseplan verschwinden.“

Auch der Europäische Fischereiverband Europêche warnt: Viele Schiffe seien bereits unwillig auszulaufen. In Belgien und Großbritannien, die ebenfalls viele Baumkurren einsetzen, sieht es ähnlich aus. Spanien, Italien und Frankreich haben zwar begrenzte Hilfen aufgelegt, doch für viele Betriebe reicht das nicht.

Auf der anderen Seite der Welt, in Thailand klingt es ähnlich: Bis zur Hälfte der gesamten thailändischen Flotte von rund 9.000 Schiffen könnte bald stillstehen. Ein Fischer vor Ort klagt: „Es gibt keinen Gewinn mehr, nur Verluste.“

Die europäische Branche fordert nun von der EU-Kommission eine Lockerung der Beihilferegeln – ähnlich wie während der Energiekrise 2022 nach dem Ukraine-Krieg. Europêche traf sich in dieser Woche mit EU-Fischereikommissar Costas Kadis und drängte auf schnelle Hilfe. Dort sitzen bekanntlich aber Technokraten, die sich mit Deindustrialisierung und „Great Reset“ durchaus anfreunden können.

Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Auf den Auktionen in den Niederlanden sprang der Preis für Seezunge von zwölf auf 18 Euro. Engpässe drohen, Restaurants reduzieren Portionen oder streichen Fisch von der Karte. Eine längere Krise trifft dann ganze Küstenregionen: Arbeitsplätze gehen zuerst verloren, später verrottet die Hafeninfrastruktur. Fisch als günstige, hochwertige Proteinquelle wäre für viele Verbraucher nicht mehr bezahlbar.

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