Von Marcus Klöckner – 25. März 2026
„Präsident Trump hat Europa dafür kritisiert, sich im Iran-Konflikt herauszuhalten. Doch viele europäische Länder spielen still und leise eine entscheidende unterstützende Rolle.“ Mit diesen Worten beginnt ein Artikel des Wall Street Journal (WSJ), der etwas sehr klar herausarbeitet: Europa ist längst in den Iran-Krieg verstrickt. Zu Deutschland heißt es: „Deutsche Regierungsvertreter haben wiederholt betont, dass sich das Land nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligt. Dennoch stellt Deutschland die Infrastruktur zur Verfügung und sorgt für deren Betrieb, die diese Operationen erst möglich macht.“
Politik ist ein Geschäft mit einem Vorder- und einem Hintergrund. Im Vordergrund kritisieren führende europäische Politiker den Krieg gegen den Iran – wenn auch oft zurückhaltend. Im Hintergrund ermöglicht die Politik die Unterstützung des Krieges.
„In den letzten Wochen wurden US-Bomber, Drohnen und Schiffe über Stützpunkte in Großbritannien, Deutschland, Portugal, Italien, Frankreich und Griechenland betankt, bewaffnet und gestartet“, heißt es in einem aktuellen Artikel des WSJ.
Unter der Überschrift „Europa spielt still und leise eine entscheidende Rolle im Iran-Krieg“ setzt sich das US-amerikanische Medium mit dem Verhalten Europas im Iran-Krieg auseinander. Die Schlussfolgerungen sind klar: „Stützpunkte auf dem gesamten Kontinent erweisen sich als unverzichtbar für die Versorgung, Bewaffnung und Durchführung von US-Angriffen“.
Auch Deutschland wird angesprochen. „Angriffsdrohnen werden von einem weitläufigen US-Stützpunkt in Ramstein in Deutschland aus gesteuert, dem Nervenzentrum der amerikanischen Operationen gegen den Iran“, schreibt das WSJ unter Berufung auf nicht näher benannte „deutsche und US-Beamte“.
Nüchtern heißt es weiter in dem Beitrag: „Deutsche Regierungsvertreter haben wiederholt betont, dass sich das Land nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligt. Sowohl Bundeskanzler Friedrich Merz als auch Verteidigungsminister Boris Pistorius haben eine direkte Beteiligung ausgeschlossen und betont, dass „dies nicht unser Krieg ist“. Dennoch stellt Deutschland die Infrastruktur zur Verfügung und sorgt für deren Betrieb, die diese Operationen erst möglich macht.“