Von Rainer Rupp – 14. März 2026
In einem aktuellen Interview analysiert ein welt-bekannter Raketenexperte die Lage im Mittleren Osten im laufenden unprovozierten, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran. Dabei liegt der Fokus auf der fragwürdigen Effektivität der westlichen Luftverteidigungssysteme.
Einleitend räumt Ex-Pentagon-Berater, Ex-MIT-Professor Theodore Postol ein, dass er die Effektivität der iranischen Gegenangriffe unterschätzt habe. Trotz massiver Schäden durch US-amerikanische und israelische Angriffe habe Iran schon in den frühen Phasen des Konflikts „spektakulär erfolgreich zurückgeschlagen – härter und effektiver“ als erwartet.
Iranische Raketenangriffe auf Tel Aviv – Durchbrüche trotz aktiven Iron Dome
Er betont auch, dass sich das Kräfteverhältnis im Verlauf eines Abnutzungskriegs zugunsten Irans verschieben werde. Besonders die Drohnenfähigkeiten Irans in Kombination mit der Schwäche der US-Luftverteidigung an Militärbasen im Persischen Golf führten zu katastrophalen Verlusten aufseiten der USA. Iran hat entscheidende Radarsysteme zerstört, was das gesamte westliche Raketenabwehrnetz (Patriot, THAAD, Iron Dome etc.) zusammenbrechen lässt – ein System, in das Hunderte Milliarden Dollar investiert wurden.
Postol spricht von einem „katastrophalen Kollaps“ der israelischen Luftverteidigung, die seiner Ansicht nach nie wirklich wirksam war. Er bezeichnet die jahrzehntelange Vermarktung solcher Systeme als „gigantischen Betrug“ gegenüber der westlichen Öffentlichkeit (USA, Europa, Japan, Südkorea). Diese Systeme seien anfällig für aktive (Zerstörung kritischer Elemente) und passive Gegenmaßnahmen (z. B. Täuschkörper). Die Konsequenzen seien weitreichend: Viele Länder rund um den Globus hätten mit dem Kauf dieser teuren Systeme geglaubt, sich auf eine wirksame Luftverteidigung verlassen zu können. Was im Ernstfall nicht der Fall sei, sodass sie schutzlos dastünden.