Von David North – 7. März 2026

Die Versenkung der iranischen Fregatte IRIS Dena durch die US-Marine im Indischen Ozean am 4. März 2026 ist ein Kriegsverbrechen. Trotz aller „kriegerischen“ Prahlereien des offensichtlich geistesgestörten „Kriegsministers“ wird dieser Vorfall in die Geschichte der Seefahrt als ebenso feiger wie grausamer Akt eingehen. Dieses Verbrechen reiht sich ein in den Abschuss eines iranischen Passagierflugzeugs durch das amerikanische Kriegsschiff USS Vincennes im Jahr 1988, bei dem 290 unschuldige Menschen getötet wurden. Tatsächlich bedeutet die Zerstörung des iranischen Schiffes sowohl in der Methode als auch in der Ausführung in größerem Maßstab eine Fortsetzung der jüngsten gezielten Tötungen wehrloser Fischer in den Gewässern vor der Küste Lateinamerikas.
In diesem Fall schlich sich ein U-Boot der mächtigsten Militärmacht der Welt an ein isoliertes Schiff heran, das für niemanden eine Bedrohung darstellte; es gab keine Warnung ab, bot keine Gelegenheit zur Kapitulation und schickte mehr als 140 Seeleute auf den Grund des Indischen Ozeans. Pete Hegseth, ein christlicher Faschist, der glaubt, er sei ein Instrument des Weltuntergangs, betrat anschließend das Podium im Pentagon und prahlte mit dem Abschuss.
Die Trump-Regierung hat kein einziges Wort der Rechtfertigung gefunden. Sie hat nicht versucht, die rechtliche Grundlage für diese Morde zu identifizieren. Sie hat keine Selbstverteidigung geltend gemacht. Sie hat nicht behauptet, die IRIS Dena sei an feindlichen Aktionen beteiligt gewesen. Sie hat keine Verhältnismäßigkeit, keine militärische Notwendigkeit und keine unmittelbare Bedrohung geltend gemacht. Sie hat nichts vorgebracht – weil sie nicht glaubt, dass irgendetwas erforderlich sei. So viel zu der „regelbasierten Ordnung“, über die die USA seit drei Jahrzehnten alle belehren. An ihre Stelle ist der unverhüllte Anspruch getreten, dass die Vereinigten Staaten töten dürfen, wen sie wollen, wo sie wollen, wann sie wollen, und dass der Akt des Tötens selbst schon eine ausreichende Rechtfertigung sei. „Stiller Tod“ nannte es Hegseth.