Von Thomas Röper – 1. März 2026

Belgien hat einen Tanker gekapert, der zur sogenannten „Schattenflotte“ gehören soll, und will ihn in einen belgischen Hafen bringen, um ihn zu beschlagnahmen. Bei der Aktion haben französische Streitkräfte geholfen. Die Staaten Europas provozieren weiterhin konsequent einen Krieg mit Russland.
Ich habe in letzter Zeit oft auf die die Gefahr hingewiesen, dass die Europäer in der Ostsee einen Krieg mit Russland provozieren, indem sie Handelsschiffe, die aus Russland kommen oder auf dem Weg nach Russland sind, kapern. Das ist aus Sicht des Völkerrechts Piraterie und ein Verstoß gegen die Freiheit der Schifffahrt, die dem Westen angeblich doch so wichtig ist, wenn es beispielsweise um die Straße von Taiwan geht.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Russland darauf militärisch reagiert. Sei es, in Russland auf den Tankern Soldaten zu deren Schutz mitfahren lässt, was bei einem Kaperversuch zu einem militärischen Zusammenstoß mit europäischen Soldaten führen würde, sei es, indem Russland die Tanker von Kriegsschiffen begleiten lässt, oder sei es, indem es versucht, die Ostsee im Falle einer Blockade militärisch freizukämpfen, wovor in Russland bereits gewarnt wurde.
Der neueste Fall von europäischer Piraterie
Nun hat Belgien, mit militärischer Unterstützung Frankreichs, erneut einen Tanker gekapert, der zur „russischen Schattenflotte“ gehören soll.
Deutsche Medien zitieren (wie der Spiegel in einem Artikel mit der Überschrift „Eskorte nach Seebrügge – Belgisches Militär kapert Öltanker von russischer Schattenflotte„) brav die Erklärungen, in denen Belgiens Verteidigungsminister auf X schrieb der Tanker werde zum Hafen von Seebrügge eskortiert, wo er beschlagnahmt werde, während der belgische Ministerpräsident schrieb, er danke Frankreich für dessen Hilfe und hinzufügte, Belgien werde „das internationale Seerecht und die Sicherheit seiner Hoheitsgewässer wahren“.