Von Thomas Röper – 19. Februar 2026
Die Behauptungen, die man in letzter Zeit hört, Epstein könne ein russischer Agent gewesen sein, sind so absurd, wie bisher keine andere Meldung in diesem Jahr. Nun hat auch der Spiegel sich mit der Frage befasst – und das Ergebnis ist eine lehrreiche Lektion in Sachen Propaganda.
Seit der Epstein-Skandal immer höhere Wellen schlägt, haben einige westliche Medien und Politiker mit ihren üblichen Reflexen reagiert und mit dem Finger auf Russland gezeigt, um von einem Skandal im Westen abzulenken. Aber die Behauptung, Epstein, der wohl die meisten wichtigen Entscheidungsträger in den USA und anderen Ländern des Westens mit seinem Material erpressen konnte, sei ein russischer Agent gewesen, ist selten dumm. Das würde ja bedeuten, dass Russland über Epstein die Politik der USA und damit des ehemals kollektiven Westens lenken konnte – und das ist angesichts der Politik des Westens gegenüber Russland in den letzten Jahrzehnten nun wirklich absurd.
Nun hat auch der Spiegel diese Behauptung in einem Artikel mit der Überschrift „Im »Lolita-Express« nach Moskau – War Epstein ein Agent des Kreml?“ aufgegriffen. Der Artikel ist mit einer angegebenen Lesezeit von 14 Minuten sehr lang – und er ist ein Lehrstück in Sachen Propaganda, das wir uns ansehen müssen.