Von RT DE – 17. Februar 2026
Die NATO formiert laut Patruschew in der Ostsee eine offensive Gruppierung. Geplant seien Blockaden, Schiffsbeschlagnahmungen und Sabotage. Russland setze zunächst auf Diplomatie – warne jedoch vor einer harten militärischen Antwort.

Nikolai Patruschew, Berater des russischen Präsidenten und Vorsitzender der Maritimen Kollegien. Quelle: Sputnik © Wiktor Tolotschko
Die NATO baut nach Einschätzung Moskaus gezielt militärischen Druck auf Russland im maritimen Raum auf. In der Ostsee entstehe faktisch eine multinationale NATO-Gruppierung, die klar auf offensive Handlungen ausgerichtet sei, so der Berater des russischen Präsidenten und Vorsitzende der Maritimen Kollegien, Nikolai Patruschew. In einem Interview mit aif.ru sagte er:
„In der Ostsee ist die Lage zweifellos angespannt. Die NATO formiert dort eine multinationale Gruppierung mit offensiver Ausrichtung.“
Zu den entsprechenden Plänen zählten aus seiner Sicht eine Blockade der Region Kaliningrad, die Beschlagnahmung russischer Handelsschiffe sowie Sabotageakte an Unterwasserleitungen:
„Dabei geht es auch um Diversionen an Unterwasserleitungen, für die man uns anschließend zynisch selbst die Schuld geben wird.“
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg stellte der Chef der britischen Streitkräfte, Richard Knighton, während der Münchner Sicherheitskonferenz vom 13. bis 15. Februar verschiedene Optionen zur Bekämpfung der sogenannten „Schattenflotte“ Russlands vor. Dazu zählten auch Operationen zur Beschlagnahmung von Tankern. Die Maßnahmen wurden demnach mit Vertretern von zehn Staaten erörtert, die gemeinsame Verpflichtungen im Nordatlantik und in der Ostsee haben.
Am 22. Januar hielt die französische Marine im Mittelmeer einen aus Murmansk kommenden Tanker an. Paris verdächtigte das Schiff, unter falscher Flagge zu fahren. Die Operation erfolgte mit Unterstützung von Verbündeten, darunter Großbritannien. Ende Januar erklärte der britische Verteidigungsminister John Healey, London prüfe weitere Optionen für den Einsatz des Militärs bei der Festsetzung von Tankern. Zudem würden gemeinsam mit Partnerstaaten die rechtlichen Grundlagen dafür untersucht.