Münchener Sicherheitskonferenz: Rubios Rede war eine Kriegserklärung an das Völkerrecht und den Rest der Welt

Von Thomas Röper- 15. Februar 2026

Die Rede von US-Außenminister Rubio auf der Münchener Sicherheitskonferenz war eine Kriegserklärung an das Völkerrecht und den Rest der Welt. Aber deutsche Medien scheinen das nicht einmal zu bemerken.

US-Außenminister Rubio hat bei der Münchener Sicherheitskonferenz eine Rede gehalten, die man eigentlich nur als Kriegserklärung an das Völkerrecht und den Rest der Welt bezeichnen kann. Deutsche Medien sind jedoch voll und ganz damit beschäftigt, in der Rede irgendwelche Hoffnungsschimmer für die transatlantischen Beziehungen und die Unterstützung der USA im Krieg gegen Russland zu suchen.

Die Rede von Rubio war, wie immer bei Reden von US-Politikern, die nun einmal hervorragende Redenschreiber haben, sehr geschickt strukturiert. Ich werde die Rede hier zusammenfassen und die wichtigsten Passagen zitieren.

Abrechnung mit dem Globalismus

Rubio begann seine Rede mit einem historischen Exkurs über die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg, den der Westen gewonnen hat. Über die Zeit danach sagte Rubio:

„Doch die Euphorie über diesen Triumph verleitete uns zu einer gefährlichen Illusion: Wir glaubten, das „Ende der Geschichte“ erreicht zu haben, dass jede Nation nun eine liberale Demokratie sein würde, dass die durch Handel und Wirtschaft geknüpften Verbindungen die Nationalstaaten ersetzen würden, dass die regelbasierte Weltordnung – ein überstrapazierter Begriff – das nationale Interesse verdrängen würde, und dass wir nun in einer Welt ohne Grenzen leben würden, in der jeder zum Weltbürger würde.“

Rubio kritisiert hier völlig zu recht den Globalismus der vergangenen Jahrzehnte, der im Ergebnis zum Niedergang des Westens geführt hat, und fährt danach fort:

„Das war eine törichte Idee, die sowohl die menschliche Natur als auch die Lehren aus über 5.000 Jahren Menschheitsgeschichte ignoriert hat. Und sie ist uns teuer zu stehen gekommen. In dieser Illusion verfielen wir einer dogmatischen Vision von freiem und ungehindertem Handel, während einige Nationen ihre Wirtschaft schützten und ihre Unternehmen subventionierten, um unsere systematisch zu unterbieten, um unsere Werke zu schließen, was zur Deindustrialisierung großer Teile unserer Gesellschaften führte, Millionen von Arbeitsplätzen der Arbeiter- und Mittelschicht ins Ausland verlagert und die Kontrolle über unsere kritischen Lieferketten an Gegner und Rivalen abgegeben hat.“

Rubio erwähnt hier nicht, dass die Idee des Globalismus aus Sicht der USA durchaus gut war, sie hat eben „leider“ nur nicht geklappt. Man war der Meinung, Geld sei alles. Man könne Produktion ins billigere Ausland verlagern, dadurch die Gewinne der Konzerne maximieren und niemand auf der Welt könne etwas dagegen tun, weil die Welt ja den Dollar brauchte, den die USA kontrollieren, was ihnen ihr Handelsdefizit und ihren wachsenden Schuldenberg ermöglicht hat. So, das war die Idee des Globalismus, würden man die Welt kontrollieren und ausbeuten können.

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