Von Thomas Röper – 12. Februar 2026
Während Regierung und Medien zur drohenden Gasmangellage schweigen und die Bundesnetzagentur Mantra artig Entwarnung gibt, hat die Bundesregierung die Füllstände der Gasspeicher als kritisch eingestuft und versucht, zu reagieren. Der Öffentlichkeit wird die Dramatik der Situation wegen anstehender Wahlen verschwiegen.
Wer auf die Seite der Bundesnetzagentur geht, der findet zur aktuellen Lage der Gasversorgung in Deutschland immer noch diesen beruhigenden Hinweis: „Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein.“
Wie passt das zu den Meldungen, die ich hier seit Wochen schreibe, dass die Gasmangellage in Deutschland in diesem Winter praktisch nicht mehr abwendbar ist?
Ganz einfach: Die Bundesnetzagentur sagt nicht die Wahrheit. Oder besser gesagt, sie formuliert die Wahrheit so geschickt, dass man von bewusster Desinformation sprechen muss, da sie die Einschränkung macht, sie schätze die Gefahr „im Augenblick“ als gering ein. Nun ja, „im Augenblick“, also genau jetzt, mag das noch (fast) stimmen. Aber was ist in zehn Tagen oder Anfang März?
Tatsächlich ist die Lage bereits kritisch. Und das sage nicht ich, das sagt das Bundeswirtschaftsministerium. Nur sagt es das nicht laut, sondern es handelt heimlich. Laut dem Notfallplan Erdgas für die Bundesrepublik Deutschland des Wirtschaftsministeriums ist die Einschätzung der Versorgungslage mit Gas bei den aktuellen Füllständen bereits als kritisch eingestuft und das Ministerium hat die Ausschreibung von Gaskäufen gemäß Alarmstufe angeordnet.
Das klingt kompliziert, also will ich das erklären.