Von Tom Hall – 10. Februar 2026
Seit Beginn des Jahres 2026 sind in den Vereinigten Staaten große soziale Kämpfe ausgebrochen, angefangen mit den Massenprotesten gegen die Diktatur und die ICE-Morde. Zunehmend entwickelt sich eine Streikbewegung und eine Opposition, die von der Arbeiterklasse getragen wird.
Am Montag streikten 6.400 Lehrkräfte in San Francisco. In dieser Stadt, in der die Wohnkosten durch die Ausgaben der Tech-Milliardäre in unerschwingliche Höhen getrieben wurden, fordern die Lehrer Lohnerhöhungen, eine Begrenzung der Klassengrößen und mehr Personal sowie eine Aufstockung der Mittel. Gleichzeitig gehen die Schüler trotz der Drohungen von Schulverwaltungen, Politikern und Lehrergewerkschaftsbürokraten landesweit auf die Straße, um gegen die Angriffe auf Zugewanderte zu protestieren.
In Los Angeles haben Zehntausende Lehrer zu den gleichen Themen für Streik gestimmt. Auch haben sich in einer Abstimmung an der University of California 40.000 Studierende im Aufbaustudium für Streik entschieden.
Außerdem schlossen sich am Montag 4.000 Apotheken- und Laborangestellte dem andauernden Streik von 31.000 Krankenschwestern und -pflegern und anderen Beschäftigten im Gesundheitswesen an. Dieser Streik geht nun in die dritte Woche. Er richtet sich gegen profitorientierte Kürzungen im Gesundheitswesen und geht von Beschäftigten im Gesundheitskonzern Kaiser Permanente aus. Bezeichnenderweise haben die Gewerkschaften in New York am selben Tag einen einmonatigen Streik von 15.000 Krankenschwestern und -pflegern in New York City abgebrochen – und zwar genau um das Entstehen einer nationalen Bewegung der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu unterbinden.