Rostock-Laage: Vom Regionalflughafen zur militärischen Festung an der NATO-Ostflanke

Von Tom Weber und Carola Kleinert – 8. Februar 2026

Bundesregierung und Bundeswehr treiben die Umwandlung des Luftwaffenstützpunkts Rostock-Laage im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern in eine zentrale Militärdrehscheibe für die deutsche Luftwaffe und die NATO voran.

Seit 2024 wird der norddeutsche Luftraum gezielt zum militärischen NATO-Schwerpunkt umgerüstet. Erklärtes Ziel der Herrschenden in Berlin und Brüssel ist, die „baltische Verteidigungslücke“ an der „Ostflanke zu Russland“ schnellstmöglich zu schließen.

Damit wird der Standort zu einem wesentlichen Baustein in der aggressiven Aufrüstungsspirale des deutschen Imperialismus. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) lässt dabei keinen Zweifel darüber, dass bewusst auf eine offene militärische Konfrontation mit Russland hingearbeitet wird.

Schon in den beiden Weltkriegen expandierte die deutsche Bourgeoisie brutal gen Osten, hinterließ verbrannte Erde und beging ungeheuerlichste Verbrechen. Heute knüpfen die deutschen Imperialisten wieder offen an diese Tradition an: Sie treiben den Umbau Deutschlands zur militärischen Führungsmacht Europas voran, um insbesondere in Nord- und Osteuropa ihr militärisches und politisches Gewicht auszubauen.

Hierfür will die Bundeswehr den etwa 30 Kilometer vom Zentrum der ostdeutschen Hansestadt Rostock entfernten zivilen Flughafen Rostock-Laage, der unmittelbar an den militärischen „Fliegerhorst Laage“ grenzt, in eine militärische Festung verwandeln.

Offiziell seit Mitte Dezember prüft die Bundeswehr die Übernahme des ab den 1990er Jahren zivil betriebenen Flughafenbereichs. Dies sei notwendig aufgrund der „veränderten Sicherheitslage“, die einen „deutlichen Aufwuchs der Streitkräfte“, einschließlich „infrastrukturellem Bedarf“ notwendig mache, so eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums Mitte Januar 2026. Bundesweit würden zahlreiche Liegenschaften geprüft.

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