US-Energieblockade bringt Kuba an den Rand des humanitären Zusammenbruchs

Von Andrea Lobo – 8. Februar 2026

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel bei einer Pressekonferenz [Photo: Presidencia de Cuba]

Am Dienstag, den 3. Februar, warnte UN-Generalsekretär António Guterres, dass Kuba unmittelbar vor einem humanitären Zusammenbruch stehe, „falls es seinen Ölbedarf nicht decken kann“. Er verwies dabei auf die verheerenden Auswirkungen von Washingtons verschärftem Treibstoffembargo.

Zuvor hatte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel angeprangert, dass Trump einen „völkermörderischen“ Kurs gegen die kubanische Bevölkerung verfolge.

Seit Wochen kommt es im ganzen Land zu Stromausfällen, und laut Analysten reichen die Treibstoffreserven kaum noch für zwei Wochen. In einigen Landesteilen fällt der Strom täglich bis zur 20 Stunden lang aus. Ein vollständiger Blackout würde jeden Bereich der modernen Gesellschaft bedrohen, von Krankenhäusern über Nahrungsmittelproduktion, Wasseraufbereitung bis hin zur Kühlung. Berge nicht abgeholten Mülls beginnen zu faulen, da die Müllwagen mit leerem Tank ungenutzt herumstehen. An den Tankstellen bilden sich endlose Schlangen. Verzweiflung und Unruhe greifen um sich.

Der Versuch der Trump-Regierung, die kubanische Wirtschaft lahmzulegen, hat zum Ziel, die fast sieben Jahrzehnte andauernden Bestrebungen zum Sturz der Castro-Regierung, die nach der kubanischen Revolution 1959 an die Macht kam, zum Abschluss zu bringen.

Nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA am 3. Januar, wodurch eine wichtige Bezugsquelle für Öl unterbrochen wurde, veröffentlichte Trump ein Dekret, in dem er Kuba absurderweise als „außergewöhnliche Bedrohung für die nationale Sicherheit“ bezeichnete. Nach Trumps Drohung, Zölle gegen Öllieferanten zu verhängen, stellte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum die Lieferungen nach Kuba ein.

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