Nima R. Alkorshid im Gespräch mit L. C. Johnson und M. Marandi – 5. Februar 2026
N.R. Alkorshid: Wenn man die Außenpolitik der Vereinigten Staaten in Westasien betrachtet in der Nähe des Iran und des Nahen Ostens, wie lautet ihre Einschätzung im Moment? Genau zu diesem Zeitpunkt im Bezug auf die Eskalation und den militärischen Aufbau rund um den Iran sowie die derzeitige Rhetorik, bei der wir auf der einen Seite Verhandlungen haben und auf der anderen Seite jederzeit ein Angriff stattfinden könnte. Wie lautet ihre Einschätzung?
L. C. Johnson: Ja, ich war letzte Woche wirklich besorgt. Ich dachte, ein Angriff stünde unmittelbar bevor. Aber jetzt gehöre ich zu denen, die glauben, dass es aus verschiedenen Gründen nicht dazu kommen wird. Fangen wir also mit der sogenannten Armada an. Es gibt eine Flugzeugträgerkampfgruppe, die im Arabischen Meer unterwegs ist, aber sie bleibt etwa 1000 Meilen vor der Küste. Wenn sie also den Iran angreifen wollten, womit würden sie das tun? Tomahawk Marschflugkörpern. Und weißt du, wie groß die Reichweite eines Marschflugkörpers ist? 1000 Meilen. Vielleicht könnten sie sie etwas ausreizen, wenn Sie keinen großen Sprengkopf tragen. Vielleicht auf eineinhalbtausend. Plötzlich heißt es also, der angebliche Zweck sei, oh, wir müssen alle ballistischen Raketenstellungen des Iran ausschalten, aber von dort draußen auf See kommen sie nicht einmal ein Drittel des Weges bis nach Teheran. Das ist also Problem Nummer 1. […]