US-Krieg gegen die Drogen – oder wenn die CIA ruft „Haltet den Dieb“

Von Michael Hollister – 25. Januar 2026

US-Präsident Donald Trump gibt als Begründung für seine militärische Intervention in Venezuela bekanntlich den von Venezuela betriebenen Drogen-Handel an. Michael Hollister macht darauf aufmerksam, dass dies nicht eine Erfindung von Donald Trump ist, denn schon in der Vergangenheit wurden mehrere Male militärische Eingriffe der USA, auch in anderen Regionen der Welt, mit dem zu bekämpfenden Drogenhandel begründet – eine bewährte Methode, um machtpolitisch oder wirtschaftlich bedingte militärische Eingriffe „moralisch“ zu rechtfertigen. (cm)

Es ist die alte Geschichte in neuer Verpackung: Die USA führen Krieg – gegen die Drogen, gegen den Terror, gegen das Chaos vor der eigenen Haustür. Diesmal trifft es Venezuela. Unter Präsident Donald Trump hat die US-Regierung im Jahr 2025 eine Reihe spektakulärer Maßnahmen gestartet: Luftangriffe auf angebliche Drogenboote, die Einstufung des südamerikanischen Landes als „narco-terroristischer Staat“, die Entführung von Präsident Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte – und zuletzt eine internationale Rhetorik, die Venezuela zum neuen Sündenbock des globalen Drogenproblems erklärt.

Trump persönlich kündigte an, man werde „den Kampf gegen die Drogen mit allen Mitteln gewinnen“. Die Rhetorik ist martialisch, die Bilder stark, das Ziel klar: die angebliche Unterwanderung der westlichen Welt durch Drogennetze aus Lateinamerika. Venezuela wird dabei als Knotenpunkt eines staatlich geschützten Kokainhandels beschrieben, Präsident Maduro als Drogenboss im Präsidentenpalast. Das offizielle Narrativ: Nur ein entschlossener Schlag gegen diesen „Narco-Staat“ könne Amerika – und die Welt – vor einem Tsunami aus Drogen retten.

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