Die Interessen des US-Imperialismus in Syrien und im Nahen Osten und der Bankrott der nationalistischen Perspektive

Von Barış Demir und Ulaş Sevinç – 23. Januar 2026

Nach dem Sturz des von Russland und dem Iran unterstützten Regimes von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 durch islamistische Dschihadisten, die von den USA und ihren regionalen Verbündeten wie der Türkei unterstützt wurden, stand Syrien Anfang 2026 am Rande eines neuen Bürgerkriegs.

Das syrische Regime unter Führung des al-Qaida-Ablegers Hayat Tahrir al-Sham (HTS) begann Anfang Januar eine Offensive auf Gebiete, die von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF), angeführt von kurdisch-nationalistischen Gruppen, kontrolliert werden. Sowohl die HTS als auch die SDF waren im Krieg zum Regimewechsel Stellvertreter des US-Imperialismus.

Das Regime in Damaskus eroberte zunächst die kurdischen Stadtteile von Aleppo und zwang mehr als 100.000 Zivilisten zur Flucht. Nachdem arabische Stämme innerhalb der SDF die Seiten gewechselt hatten, eroberte das Regime in Damaskus in kurzer Zeit dann auch die mehrheitlich arabischen Provinzen unter der Kontrolle der SDF wie Raqqa und Deir ez-Zor. Kurdische Truppen innerhalb der SDF zogen sich auf Verteidigungsstellungen in den mehrheitlich kurdischen Zentren wie Hasakah und Qamishli zurück. Berichten zufolge haben die Truppen aus Damaskus Orte wie Kobani umstellt.

Am 20. Januar, während einer viertägigen Waffenruhe, zwang das Regime in Damaskus den SDF ein Abkommen auf. Laut diesem Abkommen vom 18. Januar, das von den USA und der Türkei unterstützt wird, werden alle unter der Kontrolle der SDF stehenden Energieressourcen an Damaskus übertragen, während die SDF-Truppen und die de facto autonome Verwaltung der Region aufgelöst werden.

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