Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – April 2026

Weitgehend übersehen wurde ein investigativer Bericht durch Nick Turse in The Intercept am 1. April, der beschreibt, dass die USA die wirklichen Verluste im Angriffskrieg gegen den Iran vertuschen. Was sonst noch in der Nacht und am 3. April in diesem Konflikt passierte, lesen Sie in diesem Ticker.
Fast 750 US-Soldaten wurden seit Oktober 2023 im Nahen Osten verwundet oder getötet, wie eine Analyse von The Intercept ergab. Das Pentagon will dies jedoch nicht anerkennen, schreibt der Autor in dem erwähnten Artikel. „Das US Central Command (CENTCOM), das die Militäroperationen im Nahen Osten leitet, scheint die Verluste zu vertuschen, wie ein Beamter des Verteidigungsministeriums es nannte. Es habe The Intercept zu niedrige und veraltete Zahlen genannt und verweigerte jegliche Aufklärung über militärische Todesfälle und Verletzungen. Mindestens 15 US-Soldaten wurden am Freitag bei einem iranischen Angriff auf einen saudischen Luftwaffenstützpunkt, auf dem amerikanische Truppen stationiert sind, verwundet, wie zwei Regierungsbeamte gegenüber The Intercept bestätigten.
Hunderte US-Soldaten wurden in der Region getötet oder verletzt, seit die USA vor gut einem Monat den Krieg gegen den Iran begannen. Präsident Donald Trump – der bei der würdevollen Überführung der ersten im Krieg gefallenen Amerikaner einen blauen Anzug, eine rote Krawatte und eine Baseballkappe trug – erklärte, Verluste seien unvermeidlich gewesen. „Wenn es solche Konflikte gibt, gibt es immer Tote“, sagte er später. „Ich habe die Eltern kennengelernt, und sie waren unglaubliche Menschen. Wirklich unglaubliche Menschen, aber sie alle hatten eines gemeinsam. Sie sagten mir immer wieder dasselbe: ‚Beenden Sie die Arbeit, Sir. Bitte beenden Sie die Arbeit.‘“
Der Artikel erklärt dann noch Details und Indizien, erwähnt Aussagen und Berichte und schließt mit der Bemerkung, dass all die Opfer noch nicht die Söldnergruppen einschließen. Und dass es in der Region von CENTCOM nur im Jahr 2024 alleine 12900 Fälle von Verwundungen im Dienst gab. Er schließt mit dem Satz:
„Die Zahlen dürften deutlich zu niedrig sein, aber wenn man auch nur die Bruchteile bekannter Verletzungen von Auftragnehmern hinzurechnet, könnte die Zahl der Opfer unter Amerikanern und auf US-Stützpunkten 13.600 übersteigen.“
Das Rekordbudget für Krieg bei Rekordschulden in den USA
Donald Trump wird tatsächlich das höchste Rüstungsbudget seit dem 2. Weltkrieg am Freitag zur Genehmigung einreichen. Es soll 1500 Milliarden, bzw. 1,5 Billionen US-Dollar betragen.
Darin NICHT enthalten sind die tatsächlichen Kriegskosten. Das Pentagon hat deshalb beim Weißen Haus einen Zusatz-Antrag über ca. 200 Milliarden Dollar eingereicht – für laufende Operationen, Munitionsnachschub, Ersatz von verbrauchten/verlorenen Assets (inkl. möglicher Schiffsverluste) und Vorbereitung auf weitere Einsätze. Das ist extra-Geld, das zusätzlich zum Basisbudget beantragt werden muss und vom Kongress gesondert genehmigt werden muss. Insgesamt verbrauchen die USA also, wenn alles gut läuft, 1,7 Billionen Dollar für Krieg!
07 Uhr 00:
Die Revolutionsgarden (IRGC) gab den Beginn der 91. Welle der Operation „Wahres Versprechen 4“ bekannt. Ziele seien:
🔸 US-Stahlwerke in Abu Dhabi
🔸 US-Aluminiumwerke in Bahrain
🔸 Rafael-Waffenfabrik (Israel)
🔸 US-Militärstützpunkt nahe Manama, Dutzende Tote und Verwundete
🔸 Luftwaffenstützpunkte Al-Tanf, Palmachim und Ben Gurion
🔸 Militärstützpunkte in Tel Aviv, Haifa, Eilat, Negev und Beerscheba
🔸 US-Stützpunkte in Ahmad al-Jaber, Ali al-Salem und Al-Kharj
🔸 Frühwarnradar auf dem Stützpunkt Zafar in den Vereinigten Arabischen Emiraten – vollständig zerstört
🔸 Stellungen von US-Kampfjets auf dem Stützpunkt Al-Azraq in Jordanien