29. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 16:15 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 28. März 2026

Die USA und Israel eskalierten die Raketenangriffe gegen den Iran weiter, indem sie begannen die Schlüsselindustrie des Landes, zunächst die Eisenverarbeitung, anzugreifen. Der Iran antwortete mit Warnungen, spiegelgleich zu antworten. Was brachte die Nacht und werden die USA am Wochenende die Bodeninvasion beginnen?

Noch nie in der Geschichte der US-Kriege seit dem Korea-Krieg haben die USA so viele Flugzeuge, einschließlich großer Drohnen. verloren wie in diesem Angriffskrieg. Niemand weiß, welche Vorräte an Raketen und Drohnen der Iran noch hat, und welche Möglichkeiten zur unterirdischen Produktion bestehen. Aber weder China noch Russland scheinen sich genötigt zu sehen, größere sichtbare Lieferungen zu schicken. Was darauf hindeutet, dass der Iran die Pläne der USA, den Krieg in wenigen Wochen zu beenden, zunichte machen könnte.

Hatten die Kriege der USA in der Vergangenheit eher regionale Auswirkungen, ist dieser Krieg von weltweiter Bedeutung. Nicht nur durch die Zerstörung von Produktionskapazitäten, von denen die ganze Welt profitiert, nicht nur von Öl und anderen Rohstoffen, wegen der drohenden Zerstörung von Datenzentren und Banken. Sondern auch, weil dieser Krieg der Welt vor Augen führen wird, dass [es möglich ist] Widerstand gegen die USA [zu] leisten und damit die Verwundbarkeit des Riesen zeigen kann. Wenn die Elite des [gegnerischen] Landes keine Konten in den USA hat und sich strategisch auf die Auseinandersetzung vorbereitet.

Es wird spannend sein zu sehen, so zynisch das auch klingen mag, ob die USA es wieder schaffen, Terrorgruppen für den Bodenkrieg zu motivieren, auszurüsten und zu bezahlen, und das Syrien-Szenario zu wiederholen. Oder ob der Krieg schnell beendet sein wird, wenn die ersten „Body-Bags“ mit toten US-Soldaten aus dem Nahen Osten in die USA zurückgebracht werden. Wichtig wird sein, ob Katar diesmal wieder auf der Seite der Angreifer stehen wird, weil durch die Medienmacht von Al Jazeera das Land über einen enormen Einfluss verfügt.

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USA kann keine Seekriege mehr erfolgreich führen

Nach den Konflikten mit dem Iran und dem Jemen ist es ausgeschlossen, dass die Vereinigten Staaten jemals wegen Taiwan einen Krieg gegen China führen werden. Die Ära der Seeherrschaft ist zu Ende gegangen und wurde durch die Drohnenkriegsführung abgelöst. Ähnlich den großen Panzerschlachten und schnellen Vorstößen – das hat uns der Krieg in der Ukraine gezeigt, auch hier dominieren mitllerweile die Drohnen.

Raketen sind oft sehr teuer und können abgefangen werden, während Drohnen weitaus billiger sind und Luft- und Seeverteidigungsanlagen viel leichter umgehen können. Das bedeutet natürlich, dass die US-Marineeinheiten im Nahen Osten in Gefahr sind.

Die Straße von Hormus und das Rote Meer wurden nicht durch iranische oder jemenitische Raketen unter Kontrolle gehalten, sondern durch Drohnen wie die Samad-3 und Shahed-136. Die iranischen Shaheds sind nun mit Anti-Jamming-Chips aus Russland ausgerüstet.

Selbst im Falle des weitgehend landgestützten NATO-Stellvertreterkriegs in der Ukraine haben die Russen den Donbass unter Kontrolle gehalten und die Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte durch den Einsatz von Geran-Drohnen weitgehend geschwächt.

Sie haben Kampfhubschrauber überflüssig gemacht, Truppenverlegungen erzwungen und sind sogar über lange Zeiträume hinweg unentdeckt über Kiew geschwebt, was die extrem schwache und unzureichende Luftabwehr der Ukraine weiter bloßstellt.

Wenn die Iraner und Jemeniten den Vereinigten Staaten diesen Schaden in nur vier Wochen zufügen können, könnten die Chinesen mit Sicherheit noch mehr anrichten – und die Russen haben dies bereits getan.

Iran und der Atomwaffensperrvertrag

Der Nichtverbreitungsvertrag von Atomwaffen verpflichtet die Atomstaaten zu ernsthaften Gesprächen mit dem Ziel der Abrüstung und Ächtung von Kernwaffen. Stattdessen haben diese immer weiter modernisiert und aufgerüstet und Nichtatomstaaten mit Kernwaffen, wenn auch meist indirekt, bedroht. Nun tritt der Sprecher des iranischen parlamentarischen Komitees für nationale Sicherheit vor und erklärt, dass der Atomwaffensperrvertrag, dem das Land beigetreten war, nunmehr bedeutungslos geworden sei.

„Unser Festhalten am Atomwaffensperrvertrag ist bedeutungslos geworden. Der Atomwaffensperrvertrag nützt uns nichts mehr. Internationale Dokumente und Abkommen werden völlig und grundlegend ignoriert. Der Vertrag hat unser Land nicht nur nicht vor Angriffen von Atommächten geschützt, sondern unsere Atomanlagen sind selbst wiederholten Angriffen ausgesetzt.“ (Quelle)

Damit ist noch nicht die Fatwa aufgehoben, welche die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, insbesondere Kernwaffen, verbietet. Aber es zeigt die Meinung der nicht klerikalen Politiker des Landes zu dem Thema. Allerdings kann nur der neue Staatschef, der Sohn des ermordeten Ali Khamenei die Fatwa aufheben und die Entwicklung von Atombomben anstoßen. Wenn das geschieht war es dieser KRIEG, nicht der Wunsch und Wille des Irans, diese Massenvernichtungswaffen zu entwickeln.

Nicht vergessen: Die israelischen Atombomben, die Kernwaffen, mit denen Israel mit der Samson-Option die Welt erpresst, basieren auf kernwaffenfähigem Material der USA, Know How der Franzosen und Geld Deutschlands.

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