Von Peter F. Mayer / Jochen Mitschka – 14. März 2026

Der Iran hatte kein Interesse an einem Waffenstillstand gezeigt, mit der Begründung, man habe keine Lust, nach ein paar Monaten wieder angegriffen zu werden. Das Ziel des Irans ist offensichtlich eine dauerhafte Friedenslösung zu erreichen, welche Israels Expansion eindämmt, die Golfdiktaturen zur Neutralität statt US-Vasallenschaft oder sogar Kooperation bringt, und den Einfluss der USA in der Region zerstört. Nun zu den Ereignissen seit gestern Abend 21:00 Uhr.
Um 21:50 Uhr am 13. März führte die israelische Armee einen Luftangriff auf ein Wohnhaus in Nabatije im Südlibanon durch, bei dem sechs Menschen, darunter ein junges Mädchen, getötet wurden; das israelische Militär äußerte sich nicht dazu. In der Nacht ab ca. 00:16 Uhr kam es in Katar zu Explosionen und vorübergehenden Evakuierungen mehrerer Gebiete, nachdem iranische Angriffe auf Golfstaaten gemeldet wurden; Reporter hörten Abfangjäger über Doha. Ziel des Irans waren wieder Reste von US-Anlagen und Soldaten. Um 00:18 Uhr warnten iranische Streitkräfte die USA offiziell vor Angriffen auf Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur und drohten, manche sagten „kündigten an“, mit der Zerstörung aller entsprechenden US-Einrichtungen in der Region. Angriffe einstecken zu müssen, nachdem sie angekündigt worden waren, ist noch erniedrigender für die USA als Angriffe ohne Ankündigung.
Der 15. Tag
Um 00:38 Uhr verkündete US-Präsident Donald Trump, dass die US-Armee einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens auf militärische Ziele der iranischen Öl-Exportinsel Kharg durchgeführt habe. Damit wurde klar, dass die USA offensichtlich den Plan aufgaben, iranisches Öl über diese Insel zu stehlen, nachdem sie die Führung des Landes „eliminiert“ hatten. Die Tatsache, dass der Iran diesen Schlag, der die Anlagen zerstört, bewusst und kalkulierend einsteckt, obwohl darüber bisher 80% des iranischen Öls exportiert wurden, kann nur bedeuten, dass sie einen Plan B haben.
Um 01:30 Uhr wurde ein weiterer Raketenangriff auf Katar abgewehrt, wie westliche Medien melden, wobei das Verteidigungsministerium allerdings zusätzliche Evakuierungen anordnete. Um 01:59 Uhr kündigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ein „gnadenloses Vorgehen“ im Krieg gegen den Iran an und erklärte: „Kein Pardon, keine Gnade für unseren Feind.“ Was angesichts der schon bisher erfolgten gnadenlosen Angriffe auf Schulen, pharmazeutische Fabriken, Krankenhäuser und Wohngebäude etwas übertrieben theatralisch erscheint. Ebenfalls um 01:59 Uhr tötete ein israelischer Luftangriff auf ein Gesundheitszentrum in Borj Qalaouiya im Südlibanon mindestens zwölf medizinische Mitarbeiter; die Zahl könnte noch steigen. Geradeso als wollte Israel das „gnadenlos“ noch mal unterstreichen.
In den frühen Morgenstunden des 14. März 2026 wurden weitere Angriffe auf Ziele in Teheran, Karadsch und anderen iranischen Städten gemeldet, mit dicken Rauchwolken über der Hauptstadt; zudem traf eine Rakete das US-Botschaftsgelände in Bagdad (Helipad), was Rauchentwicklung auslöste.
Iranisch gestützte Milizen im Irak kündigten weitere Angriffe auf US-Einrichtungen an. Dies soll die USA möglicherweise von der Idee abbringen, mit dem Invasionskorps, das unterwegs zum Iran ist, gegen den Iran im Bereich der Straße von Hormus vorzugehen, und die USA in den Irak locken soll, um die dortigen US-Soldaten zu entlasten.
Tatsächlich sind die Seeleute der USA bereits seit viel längerer Zeit auf See und erschöpft, so wie ihre Schiffe. Während der Iran offensichtlich kein Problem mit Nachschub und Motivation hat, sind mindestens zwei Flugzeugträger am Rande ihrer Leistungsfähigkeit, und einer möglicherweise bereits beschädigt. Mit jedem Anschlag auf Krankenhäuser, Schulen und anderen „gnadenlosen“ Massakern wächst die Wut und Motivation im Iran.
08 Uhr 15:
Wo ist Netanyahu?
Wie gestern berichtet wurde gestern eine durch KI generierte Ansprache von Netanyahu öffentlich, wo über das Kommen des Messias orakelt wurden. Tatsächlich ist Premier Benjamin Netanyahu seit mindestens 10 Tagen abgängig ebenso wie der israelische Minister Itamar Ben-Gvir.
Das Originalvideo, obwohl KI-generiert, ist jedoch authentisch und wurde vom israelischen Premierministeramt (PMO) selbst veröffentlicht – in voller HD-Qualität auf dem offiziellen YouTube-Kanal ohne die genannten Artefakte. Israel hat die Rede nicht dementiert, sondern sie als reale Aussage stehen lassen. Das Büro Netanyahus hat lediglich allgemein geraten, nur auf offizielle Quellen zu achten, um Fake-News und Todesgerüchte zu bekämpfen. Es gibt keine spezifische Stellungnahme wie „Das Video ist fake“ oder „Netanyahu hat das nie gesagt“ – weil die Inhalte stimmen. Im Gegensatz zum Christentum ist er kein göttlicher Sohn Gottes, kein Erlöser von persönlichen Sünden und kein bereits gekommener Heiland. Er ist ein zukünftiger menschlicher König aus der davidischen Linie (Nachkomme von König David), der die Welt in ein Zeitalter des Friedens und der göttlichen Erkenntnis führen wird. Der Glaube an seine Ankunft gehört zu den 13 Glaubensprinzipien des Maimonides (12. Prinzip): „Ich glaube mit vollkommener Überzeugung an das Kommen des Messias; und auch wenn er sich verspäten sollte, warte ich täglich auf ihn.“